Radikaler geht immer! Die Zusammen/Kunst ist gelebte Grenzüberschreitung – und traut sich jedes Jahr mehr (zu). Das immer weiter wachsende Publikum gibt ihr dabei Recht.

Begonnen hat alles 2014 mit der verrückten Idee eines kulturellen Chat-Roulettes auf Initiative des Autorenvereins keinVerlag e.V. – in 15-Minuten-Abständen gaben sich Lesung, Lyrik-Performance, Musik, Videokunst und Theater die Klinke in die Hand.

Ziemlich fesch, fand nicht nur die Presse – aber wir meinten: da geht noch mehr… wieso nur nebeneinander, wenn man miteinander kann? 2015 haben wir uns einen Schritt weiter gewagt: für die konservativeren Literatur- und Lyrikfreunde gab es am ersten Tag eine „echte“ Lesung… während am zweiten Tag Speed-Dating angesagt war: nicht nur stellten Musiker, VJs und Theatergruppen ihre eigene Kunst vor, sondern schufen auf Basis der Autoren-Texte neue Werke.

Sowas gab es noch gar nicht! Aber irgendwie war das immer noch restverklemmt: die Trennung in Lesung und gemeinsamer Performance muss doch nicht sein… also heißt es ab 2016: Kommune! Keiner zeigt bei der Zusammen/Kunst seither mehr etwas, das es auch woanders gibt – weil alle Programmpunkte gemeinsam von je einem Autor und einem Musiker / einer Band / einem VJ / einer Theatergruppe usw. erarbeitet werden, exlkusiv für diesen Anlass!

Da das richtig gut funktioniert und dieses Festival zu einem der spannendsten Live-Experimente Deutschlands macht, unterscheiden wir seit 2017 überhaupt nicht mehr zwischen den Rollen „Autor“, „Musiker“, „Theater“ etc. Wie auch, wenn plötzlich die „Dichterin“ rappt, der „Autor“ Videokunst betreibt, der „Fotograf“ dichtet oder der „Grafiker“ und die „Sprecherin“ Texte in ein Multimedia-Erlebnis verwandeln? Die Zusammen/Kunst ist zum Kollektiv geworden – wenn auch nur für eine Nacht!

Bildliche Eindrücke und einen Überblick der teilnehmenden Künstler gibt es in den Jahresrückblicken!